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PERSPEKTIVE FÜR DEN JUGENDTREFF

Perspektive für den Bernstadter Jugendtreff – Übergangslösung kommt, Sanierung wird vorbereitet

Die Gemeinde Bernstadt schafft kurzfristig wieder einen Treffpunkt für die Jugendlichen und stellt zugleich die Weichen für die langfristige Zukunft des Jugendtreffs. Auf dem Gelände der Sportanlage Riedwiesen soll eine Containeranlage als Übergangslösung eingerichtet werden.

Parallel dazu wird die Sanierung des bestehenden Jugendtreffs am bisherigen Standort weiterverfolgt. Der Gemeinderat hat hierzu beschlossen, eine Bauvoranfrage auf den Weg zu bringen. Mit der Bauvoranfrage sollen zunächst die baurechtlichen und planungsrechtlichen Möglichkeiten am bestehenden Standort geklärt werden. Auf dieser Grundlage soll über die konkrete bauliche Ausgestaltung und die weitere Umsetzung entschieden werden.

Offener Austausch mit Jugendlichen und Gemeinderat In den vergangenen Wochen wurden die verschiedenen Lösungsansätze gemeinsam mit Vertretern des Gemeinderats, der ARGE sowie der Jung-ARGE ausführlich beraten. Im Mittelpunkt standen dabei die Anforderungen an einen zukunftsfähigen zukunftsfähigen Jugendtreff ebenso wie die finanziellen, baurechtlichen und städtebaulichen Rahmenbedingungen. Bürgermeister Sebastian Kaida betont: „Seit meinem Amtsantritt Anfang Juni war es mir ein persönliches Anliegen, möglichst zeitnah eine tragfähige Perspektive für unsere Jugendlichen aufzuzeigen. Deshalb haben wir alle realistischen Möglichkeiten sorgfältig geprüft und belastbare Zahlen erarbeiten lassen.“

Prüfung verschiedener Möglichkeiten

Im Vorfeld dieses Austauschs wurden verschiedene Zukunftsvarianten für den Jugendtreff untersucht. Neben einer reinen Brandschutzsanierung wurden auch unterschiedliche Erweiterungs- und Neubauvarianten betrachtet. Grundlage der Beratungen waren Kostenschätzungen eines externen Architekturbüros sowie des Verwaltungsverbandes. Beide Berechnungen bewegen sich auf einem vergleichbaren Niveau und bieten damit eine belastbare Grundlage für die weitere Entscheidungsfindung, die Beantragung möglicher Fördermittel und die spätere Haushaltsplanung.

In der derzeitigen Planungsphase wäre es hingegen nicht begründbar, bereits mögliche Einsparungen durch Eigenleistungen oder Spenden in die Kostenberechnungen einzubeziehen. Für Förderanträge und Haushaltsentscheidungen benötige die Gemeinde zunächst eine verlässliche Kostenbasis.

Warum die Sanierung im Mittelpunkt steht

Nach der Prüfung der verschiedenen Varianten sprechen derzeit mehrere Gründe dafür, die Sanierung und Erweiterung des bestehenden Jugendtreffs weiterzuverfolgen.

Für einen Neubau steht der Gemeinde aktuell keine geeignete Fläche zur Verfügung. Auch das erschlossene Gewerbegebiet „Osterstetter Weg“ komme aufgrund der Festsetzungen des dort geltenden Bebauungsplans nicht als Standort für einen Jugendtreff infrage. Erschwerend komme hinzu, dass die Erschließung des Gewerbegebiets nur unter besonderen Auflagen möglich war.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt betrifft die Fördermittel. Für die Brandschutzsanierung des bestehenden Jugendtreffs wurden der Gemeinde bereits 90.000 Euro aus dem Ausgleichsstock in Aussicht gestellt. Diese Förderung könnte bei einem Neubau nicht einfach übernommen werden. Für ein neues Vorhaben wäre vielmehr ein eigenständiger Förderantrag erforderlich. Dies würde zugleich die Fördermöglichkeiten für andere wichtige kommunale Investitionen beeinflussen.

Auch bei den voraussichtlichen Investitionskosten zeigen sich deutliche Unterschiede. Für die Sanierung und Erweiterung des bestehenden Jugendtreffs werden – abhängig von der letztlich genehmigungsfähigen Ausgestaltung – derzeit Kosten von rund 230.000 bis 594.000 Euro erwartet. Die Kostenspanne ergibt sich insbesondere daraus, dass unterschiedliche baurechtlich denkbare Ausgestaltungen betrachtet wurden. Eine belastbare Aussage zu den tatsächlichen Gesamtkosten ist daher erst möglich, wenn die Genehmigungsfähigkeit geklärt und eine konkrete Variante festgelegt wurde.

Die untersuchten Neubauvarianten beginnen hingegen bei mehr als 760.000 Euro und würden zusätzlich den Erwerb eines geeigneten Grundstücks erforderlich machen. Durch eine kleinere Ausführung könnten die Investitionskosten zwar grundsätzlich reduziert werden. Gleichzeitig müssten bei einer belastbaren Betrachtung auch die Schaffung der erforderlichen Stellplätze sowie die notwendigen Außenanlagen und Freiflächen berücksichtigt werden.

Bauvoranfrage schafft Klarheit

Mit der nun beschlossenen Bauvoranfrage trifft die Gemeinde bewusst noch keine endgültige Entscheidung über die spätere bauliche Umsetzung. Vielmehr soll zunächst geklärt werden, welche Entwicklungsmöglichkeiten am bestehenden Standort bestehen und wie diese unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Anlieger umgesetzt werden könnten. Durch die Bauvoranfrage soll eine fundierte Grundlage für die weitere Planung erarbeitet werden.

Übergangslösung für die Jugendlichen wird umgesetzt

Parallel zu den langfristigen Planungen handelt die Gemeinde bereits jetzt. Damit den Jugendlichen zeitnah wieder ein eigener Treffpunkt zur Verfügung steht, wird auf dem Gelände der Sportanlage Riedwiesen eine Containeranlage als Übergangslösung eingerichtet. Hierfür werden die bisher von der Gemeinschaftsschule genutzte Containeranlage sowie ein neuer Toilettencontainer beschafft. Damit kann kurzfristig ein funktionaler und geeigneter Treffpunkt geschaffen werden, während gleichzeitig die Planungen für eine dauerhafte Lösung weiterlaufen.

Ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung kommt dabei aus der Bürgerschaft. Die derzeit laufende Spendensammlung zeigt eindrucksvoll, dass die Zukunft des Jugendtreffs nachhaltig unterstützt wird. Die Gemeinde bedankt sich daher herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung.

Darüber hinaus schafft die Übergangslösung einen zusätzlichen Mehrwert für die Sportanlage Riedwiesen: Durch die erforderlichen Beschaffungen und Erschließungsarbeiten können Synergieeffekte genutzt werden. Einzelne technische Einrichtungen der Containeranlage könnten nach dem Ende der Nutzung durch den Jugendtreff weiterhin dem TSV Bernstadt zur Verfügung stehen. Damit wird aus der notwendigen Übergangslösung zugleich eine nachhaltige Investition in die örtliche Infrastruktur.

Verantwortungsvoller Umgang mit den Gemeindefinanzen

Bei allen Überlegungen muss die Gemeinde auch ihre angespannte Haushaltslage im Blick behalten. Bereits in den kommenden Jahren stehen erhebliche Investitionen an – unter anderem die Ersatzbeschaffung eines Löschfahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr sowie notwendige Investitionen in die Kinderbetreuung (KiTas) sowie den Ausbau des Schulbereiches im Zusammenhang mit dem Rechtsanspruch in der Ganztagesbetreuung.

Der finanzielle Spielraum der Gemeinde ist deshalb begrenzt. Umso wichtiger ist ein schrittweises und wirtschaftlich verantwortbares Vorgehen. Fördermöglichkeiten sollen konsequent genutzt, Investitionen sorgfältig priorisiert und die finanziellen Belastungen für die Gemeinde verantwortungsvoll abgewogen werden.

Abschließend bedankt sich Bürgermeister Sebastian Kaida bei allen Beteiligten: „Mein herzlicher Dank gilt der ARGE und der Jung-ARGE für den offenen und konstruktiven Austausch, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für die engagierte Vorbereitung der Entscheidungsgrundlagen sowie dem Gemeinderat für die lösungsorientierte Zusammenarbeit. Dieses starke Miteinander ist eine wichtige Grundlage für den weiteren Weg des Bernstadter Schuppens.“

Mit der Übergangslösung und der Vorbereitung der Bauvoranfrage hat die Gemeinde nun zwei wichtige Schritte eingeleitet: Die Jugendlichen erhalten kurzfristig wieder einen Treffpunkt, gleichzeitig wird die langfristige Perspektive des Jugendtreffs konkret vorbereitet. Die Gemeinde Bernstadt wird über die weiteren Schritte und den Fortgang der Planungen transparent informieren. Sobald neue Erkenntnisse zur weiteren Entwicklung des Jugendtreffs vorliegen, wird die Öffentlichkeit entsprechend informiert.

Sebastian Kaida
Bürgermeister

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