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Bernstadt ist in der glücklichen Lage, dass es im Ort einige großartige und erfolgreiche Historiker gab, die viele umfangreiche Dokumentationen zur Ortsgeschichte der Gemeinde Bernstadt erstellt haben. Im Allgemeinen waren dies Pfarrer und Schultheißen.

Die Kirchenbücher und Chroniken befinden sich zum Großteil im Pfarrarchiv des evangelischen Pfarrhauses sowie im historischen Archiv im Rathaus.

Pfarrer Leonhard Culmann begann bereits 1559 ein Bernstadter und Beimerstetter Kirchenbuch, aufgeteilt in Tauf-, Ehe- und Sterberegister, zu schreiben.

Magister Jakob Adam, Pfarrverweser und Pfarrer in Bernstadt von 1610 bis 1658, führte das Kirchenbuch ab 1611 fort. Dieses Buch "Tauf-, Ehe- und Toten-Register“, ist wohl eines der historisch wertvollsten Dokumente der Gemeinde Bernstadt. Nicht nur Geburten, Hochzeiten und Sterbefälle sind darin verzeichnet, sondern auch viele Ereignisse aus dem damaligen Zeitgeschehen, insbesondere die Notzeiten und Fluchten im Zug des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648).

Pfarrer Christian Friedrich Aichele (Amtszeit von 1877 bis 1903) ist der bedeutendste Historiker der Ortsgeschichte der Gemeinde Bernstadt sowie der Kreisgeschichte (Beschreibung von 34 Ortschaften im Ulmer Land in der Oberamtsbeschreibung von 1897). Für Bernstadt selbst hat er in der Zeit von 1888 bis 1903 zwei einmalige Chroniken geschrieben: die "Orts-Chronik" und die "Haus- und Familien-Chronik". Beide Bücher werden im Kirchenarchiv aufbewahrt. Kopien liegen im historischen Archiv zur Einsicht aus.

Neben den örtlichen Dokumentationen ist darüber hinaus eine Vielzahl von Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und in der Ulmer Zeitung für die Ortsgeschichte von großer Bedeutung.
Als Beispiele seien hier "Die Schlossherrschaften in Bernstadt und Osterstetten“ und "Aus der Geschichte eines ulmischen Dorfes" genannt. In beiden Veröffentlichen wurde auf grund umfangreicher Recherchen lebendige und umfangreiche Bernstadter Geschichte beschrieben.

In diesem Zusammenhang sind noch mehrere Berichte zu kirchengeschichtlichen Ereignissen und Kirchenbautätigkeiten zu erwähnen.

Eine weitere Ortschronik für den Zeitraum 1903 bis 1938 verdanken wir Schultheiß Leonhard Dürr und Bürgermeister Johannes Junginger. In der Chronik, der sogenannten "Ortschronik 1897", haben die beiden o.g. Ortsvorsteher zahlreiche Ereignisse, wichtige Beschlüsse, Naturereignisse sowie Feste und Feiern festgehalten.

Die Arbeiten zur Ortsgeschichte wurden von Pfarrer Hermann Aichinger (Amtszeit von 1926 bis 1945) fortgesetzt. Auch er hat zahlreiche Chroniken und Aufsätze sowie Presseberichte verfasst.
Im "Evangelischen Gemeindeblatt" von Bernstadt, Beimerstetten und Vorderdenkental wurde von ihm in den Jahren 1927 bis 1939 die Serie "Die Geschichte unserer Pfarrei“ veröffentlicht. In späteren Jahren verfasste Pfarrer Aichinger "Die Geschichte unserer Heimat“ sowohl für Bernstadt als auch für Beimerstetten. Die Geschichte der Gemeinde Bernstadt wurde in den Jahren 1960 bis 1967 im Mitteilungsblatt der Gemeinde Bernstadt veröffentlicht. Noch während seiner Amtszeit hat er für den Zeitraum von 1611 bis 1800 alle Familien in zwei Büchern "Familien-Register", Band A und Band B, mit Geburtsdaten, Hochzeitsdaten und Sterbetagen für "Hausvater“ und "Hausmutter“ niedergeschrieben. Die beiden Bücher wurden von den Töchtern Pfarrer Aichingers dem Kirchenarchiv zur Aufbewahrung überlassen.