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Auf einem Teil der Gemarkung Bernstadt verläuft das reizvolle und urgeschichtlich bedeutsame Lonetal, welches neben einer faszinierenden Geschichte über eine wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft verfügt.

Das von Westen nach Osten sich durch die nördliche Gemarkung ziehende Tal entfaltet im Raum der Gemeinde Bernstadt besondere Schönheiten und Reize durch romantische Felshänge sowie idyllisch gelegene Kalksteinhöhlen. Bizarre Kalkfelsen wie der Hubertusfels, der Mehlsack, der Salzbühl und an der Markungsgrenze zu Langenau das Fohlenhaus prägen ebenso wie die aufeinandergetürmten Geröllhalden beim Häldelesfels und beim Schlössle den Charakter der Tallandschaft.

Das heutige Lonetal erstreckt sich von seinem Quelltopf in Urspring (Gemeinde Lonsee) rund 30 km durch eine vielseitige, charmante und abwechslungsreiche Landschaft bis zur Einmündung in die Hürbe bei Hürben (Stadt Giengen an der Brenz).

Während das Tal von Westen, von Breitingen her kommend, bis zur Querung durch die Holzkircher Straße stark von Menschenhand geprägt ist, ist es von der Holzkircher Straße an talabwärts weitgehend naturbelassen und entfaltet so gegenüber dem Besucher seine wahre Schönheit.

Vor 200 Millionen Jahren war das heutige Lonetal von einem tropischen Meer bedeckt, dessen Korallen- und Schwammriffe die heute noch sichtbaren hellen Felsen bildeten. Nach dem Rückzug des Jurameeres formten abfließende Wassermassen in der Kreidezeit und im Tertiär die einstige Ur-Lone. Diese mündete zunächst nahe der Alpen, später auf Höhe des heutigen Lonetals in ein subtropisches Meer. Im Tal dieser Ur-Lone konnte sich eine faszinierende Tierwelt ausbreiten, die unsere frühesten Vorfahren dazu veranlasste, das Lonetal aufzusuchen. Dort fanden sie Nahrung, Schutz, und Zeit – Zeit, die sie nutzen konnten, um sich geistig und kulturell zu entfalten.

Und so lebten bereits vor rund 50.000 bis 100.000 Jahren Neandertaler im Lonetal. Aus Stoßzähnen von Mammuts schnitzten die ersten Menschen im Lonetal vor über 30.000 Jahren die heute weltbekannten Elfenbeinfiguren vom Lonetal, die ältesten Kunstwerke der Menschheit. Die wohl bekannteste Kunstfigur stellt hierbei sicherlich der weltberühmte Löwenmensch dar, eine rund 32.000 Jahre alte Tier-Mensch-Figur, geschnitzt aus einem Mammutstoßzahn.

Neben urgeschichtlichen Funden sind auch Zeugnisse der jüngeren Geschichte im Lonetal zu finden. So gibt es in Urspring ein ehemaliges Römerkastel und bei der Einmündung der Lone in die Hürbe die Burgruine Kaltenburg aus dem 13. Jahrhundert. Darüber hinaus bieten die Gemeinden rund um das Lonetal zahlreiche Zeugnisse mittelalterlicher Dorf- und Stadtgeschichte. Mehrere Mühlen entlang der Lone zeugen von der jahrhundertelangen wasserwirtschaftlichen Nutzung des Gewässers.

Noch heute ist die Faszination unserer Geschichte in den Höhlen des Lonetals zu spüren. Die Natur und die Landschaften im und um das Lonetal warten mit einer überraschenden und beeindruckenden Vielfalt und Schönheit auf. Neben Reihern und Bibern haben sich in den letzten Jahren im Lonetal auch seltene Arten wie der Eisvogel oder der Wanderfalke wieder ansiedeln können.

Im Frühjahr und Sommer besticht das Lonetal durch seine abwechslungsreiche Pflanzenwelt mit zahlreichen seltenen Pflanzenarten.

Eine Reise in das Lonetal lohnt sich daher immer, egal ob für einen Gang zurück in die Urzeit des Menschen oder einfach nur um die Schönheit dieser einzigartigen Landschaft zu genießen.

Weitere interessante und ausführliche Informationen erhalten sie auf der offiziellen Internetseite des Lonetals unter www.lonetal.net.